outputMit Hochzeitsreden per KI generiert
Liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Gäste
ich verspreche euch, ich mache es nicht unnötig lang.
Aber heute gebe ich mir keine Mühe, cool zu sein.
Ich bin Fabiens Vater, und ich bin einfach stolz.
Als Fabienne klein war, hat sie mich mit Fragen gelöchert.
Warum ist der Himmel blau?
Wieso hat die Katze keine Schuhe?
Und: Wie lange dauert „bald“?
Heute weiss ich: „Bald“ kann neun Jahre dauern – und dann landet man hier, an einem Tisch voller Menschen, die zwei lieben, die zusammen einfach Sinn ergeben.
Fabienne, du warst schon immer zielstrebig.
Du hast dir Dinge vorgenommen und dann gemacht.
Kein grosses Tamtam, dafür mit Herz und Humor.
Und dann kam Pascal.
Ich erinnere mich noch gut, wie ihr euch kennengelernt habt.
ETH-Mensa in Zürich, beide standen für Rösti an und lachten über den leeren Senfspender.
Ich sage mal so: Wenn man gemeinsam über einen leeren Senfspender lachen kann, ist das Fundament gesetzt.
Das Leben wird noch ein paar leere Spender bereithalten.
Gut, wenn man dann zusammen lacht.
Euer erstes Date im Botanischen Garten – ich habe selten jemanden so entspannt von einem Date heimkommen sehen wie Fabienne an diesem Abend.
„Papa, der Pascal ist geduldig“, hat sie gesagt.
Ich habe später gemerkt: Das stimmt.
Geduldig, technikbegeistert, hilfsbereit – eine ziemlich gute Kombination.
Nicht nur für die ETH, auch fürs Leben.
Und dann, drei Jahre später, seid ihr nach Basel gezogen, ins St. Johann.
Ein Quartier, das nach Zukunft riecht.
Seither riecht eure Küche am Sonntag vor allem nach frischem Zopf.
Manchmal nach Erfolg, wenn der Teig tut, was er soll.
Manchmal nach Abenteuer, wenn ihr improvisiert.
Ich durfte beide Versionen kosten.
Eure Rucksackreise durch Skandinavien – wir haben die Fotos gesehen:
viel Wald, viel Wasser, viel Wetter.
Und ihr mittendrin, mit diesem Blick, der sagt:
„Wir haben vielleicht gerade die Abzweigung verpasst – aber wir sind zusammen, also ist es die richtige.“
Später habt ihr mir erzählt, wie ihr beim ersten gemeinsamen Camping-Weekend das Zelt spiegelverkehrt aufgebaut habt.
Kein Windschutz, aber der Blick in die Sterne war dafür perfekt.
Ihr habt gelacht, geflucht, dann wieder gelacht – und am Morgen gesagt:
„Das war die beste Nacht unserer Reise.“
Das ist Paar-Qualität.
Nicht, weil alles klappt, sondern weil ihr zusammen klarkommt, wenn etwas nicht klappt.
Die Verlobung auf dem Julierpass – Winter, kalt, die Art Kälte, die durch die Jacke kriecht.
Und dann kniet Pascal im Schnee.
Ich habe ihn danach gefragt, ob er nervös war.
Er meinte: „Ein bisschen. Hauptsächlich wegen der Finger. Ich wollte den Ring nicht im Schnee verlieren.“
Das ist Pascal.
Praktisch denken, gut fühlen, beides gleichzeitig.
Fabienne aus Heiden, aus Appenzell Ausserrhoden, mit dieser Mischung aus Bodenhaftung und leiser Sturheit, die dich durchs Studium, durch Projekte und durchs Leben getragen hat.
Pascal aus Baden, Aargau, ruhig und genau, mit der Freude an allem, das man auseinandernehmen und wieder besser zusammenbauen kann.
Und heute sitzt ihr hier, ihr zwei Baselbieter auf Zeit, die ihr St. Johann zu einem Ort macht, an dem man sonntags Zopf teilt, abends Tatort diskutiert und Freunde zu Brettspielrunden einlädt, die länger dauern als geplant.
Ich möchte euch beiden etwas sagen, das für mich als Vater wichtig ist.
Fabienne, du hast dein Herz nie verschenkt, ohne auch deinen Kopf mitzunehmen.
Und Pascal, du hast das immer respektiert.
Du nimmst dir Zeit.
Du hörst zu.
Du hilfst, bevor man dich darum bittet.
Ich habe dich früh als verlässlichen Partner schätzen gelernt, und das ist mehr wert als jede Geste und jedes grosse Wort.
Danke dafür.
Wenn man neun Jahre zusammen ist, dann hat man schon viel erlebt.
Die kleinen Dinge machen am Ende den grossen Unterschied:
Wer das Licht löscht.
Wer den Helm beim Biken als Erster holt.
Wer nach einem langen Arbeitstag trotzdem noch Teig knetet.
Wer beim Tatort leiser ist, wenn’s spannend wird.
Wer am Morgen sagt: „Ich mach den Kaffee.“
Und wer am Abend sagt: „Ich weiss, es war ein langer Tag. Es ist okay, wenn wir morgen weitermachen.“
Was ich bei euch sehe, ist ein Team.
Kein perfektes – Gott bewahre, wie langweilig wäre das.
Aber ein präsentes.
Eins, das sich anschaut, wenn etwas schiefgeht, und denkt: „Wir können das.“
Eins, das bei Gegenwind lacht, weil das Zelt notfalls auch spiegelverkehrt hält.
Ich habe mir überlegt, ob es Ratschläge braucht.
Ehrlich: Ihr seid nicht erst seit heute ein Paar.
Aber ein paar Dinge kann man sich in die Tasche stecken, so wie ein Taschenmesser aus Heiden oder ein Inbus aus Baden.
Erstens: Haltet eure kleinen Rituale heilig.
Der Sonntags-Zopf, die Tatort-Abende, die Runden auf dem Bike.
Das sind die Anker, wenn der Alltag stürmt.
Zweitens: Teilt Verantwortung wie euer letztes Stück Zopf – grosszügig.
Mal übernimmt die eine, mal der andere.
Wichtig ist, dass niemand vergisst, warum ihr angefangen habt: weil ihr euch gern habt.
Drittens: Bleibt neugierig.
Auf neue Wege im Jura, auf neue Rezepte, auf neue Ideen.
Und vor allem: bleibt neugierig aufeinander.
Die besten Entdeckungen passieren nicht auf der Karte, sondern am Küchentisch.
Und viertens – nicht sehr romantisch, aber nützlich:
Lest die Anleitung, bevor ihr das Zelt aufstellt.
Oder lasst es, wenn ihr wieder die beste Nacht des Trips wollt.
Ich möchte mich auch kurz bedanken.
An alle, die von weit her angereist sind, an die Gäste aus dem Ausland:
Es bedeutet uns viel, dass ihr hier seid.
Und ein herzliches Dankeschön an das Team dieser Location –
ihr habt uns einen wunderschönen Rahmen geschenkt, aufmerksam, freundlich, unaufgeregt.
Man merkt, wenn jemand seinen Job mit Herz macht.
Fabienne, mein Herz, du bist heute nicht einfach nur Braut.
Du bist die Frau, die du dir erarbeitet hast – mit Humor, mit Wärme, mit Zielstrebigkeit.
Und Pascal, du bist heute nicht einfach nur Bräutigam.
Du bist der Mensch an ihrer Seite, der sie sieht, so wie sie ist, und sie genau deshalb liebt.
Mehr kann ich mir als Vater nicht wünschen.
So, bevor ich noch anfange, über den leeren Senfspender zu philosophieren:
Lasst uns anstossen.
Bitte erhebt eure Gläser.
Auf Fabienne und Pascal.
Auf neun Jahre, die bereits zeigen, wie man gemeinsam lebt.
Auf all die Sonntage mit Zopf, die Abende mit Freundinnen und Freunden, die Touren im Jura, die Spiele, die Diskussionen, die Ruhe nach einem langen Tag.
Auf Tränen, die schnell trocknen, und Lachen, das bleibt.
Auf Liebe, die nicht laut sein muss, um stark zu sein.
Auf euch beide – möge euer Weg so klar sein wie Winterluft auf dem Julierpass und so warm wie ein frischer Zopf am Sonntagmorgen.
Zum Wohl!