outputMit Hochzeitsreden per KI generiert
Liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde,
lieber Yannick,
danke, dass ihr heute hier seid.
Dass wir gemeinsam an diesen Tischen sitzen, essen, lachen, und diesen einen Moment festhalten, der sich so lang vorbereitet hat und trotzdem ganz frisch und leicht anfühlt.
Ich erinnere mich genau an den Anfang.
ETH Zürich, Architekturstudio, eine dieser Nachtschichten, in denen die Luft nach Karton, Kaffee und Ehrgeiz riecht.
Der Plotter hat gestreikt, die Deadline war ungnädig, und der Kaffee längst leer.
Du, Yannick, bist einfach ruhig daneben gestanden, hast das Gerät angeschaut wie einen alten Freund, einmal tief geseufzt, den Schraubenzieher geholt und gesagt: “Das schaffen wir schon.”
Ich habe dich damals zum ersten Mal lachen hören, so trocken wie nur du es kannst.
Und irgendwie hat der Plotter kurz danach wieder gedruckt.
Ich weiss bis heute nicht, ob es wirklich an dir lag oder nur Zufall war.
Aber seither habe ich gelernt: Mit dir wird es lösbar.
Wir sind seit zehn Jahren zusammen.
Zehn Jahre, die sich anfühlen wie ein gutes Bauprojekt:
Man plant, man rechnet, man streitet einmal, zweimal, dreimal über eine Linie, und plötzlich steht etwas da, das man mit beiden Händen berühren kann.
Und was bleibt, ist nicht der Plan an der Wand, sondern das Gefühl, gemeinsam etwas gebaut zu haben.
Da gab es unseren ersten Wettbewerbssieg im Studium.
Wir hatten beide kaum geschlafen, der Drucker hat (wieder) gezickt, und ich dachte, wir seien chancenlos.
Als dann die Mail kam, hast du nur gesagt: “Okay, cool. Und jetzt Pizza?”
Ich habe in diesem Moment verstanden, was dich so stark macht:
Dein Humor.
Deine Geduld.
Und dieses leise Vertrauen in das, was man zusammen kann.
Dann Lausanne.
Andere Stadt, neue Arbeitswege, längere Zugsfahrten.
Wir haben in Skizzen gesprochen und uns beim Telefonieren kleine Grundrisse in Worte übersetzt:
“Links der Blick zum See, rechts die Kaffeemaschine, und du irgendwo dazwischen.”
Und am Wochenende haben wir uns wiedergefunden, irgendwo zwischen Bahnhof und Bäckerei, mit einem Croissant in der Hand und dem Gefühl, dass Distanz zwar anstrengend ist – aber nicht trennt, wenn man ein gemeinsames Bild hat.
Irgendwann sind wir nach Bern gezogen.
Ich aus Basel, du von hier, und wir beide in eine Stadt, die uns freundlich aufgenommen hat.
Unsere erste Wohnung hatte krumme Wände und einen Balkon, der bei Gewitter den besten Blick bot.
Wir haben dort so viele Abende verbracht, dass ich den Donner mit deinem Lachen verbinden kann.
Die Verlobung?
Aareschwumm Richtung Marzili.
Du hast mich nicht mit einem roten Teppich überrascht, sondern mit nassen Haaren, zitternden Händen und einem Satz, der nicht perfekt war, aber dafür wahr.
Ich weiss noch, wie wir später, noch mit Badetuch, irgendwo auf der Mauer sassen und die Menschen an uns vorbeiflossen.
Wir waren zwei Punkte am Ufer, und zugleich mittendrin.
Und dann die Gründung unseres kleinen Designstudios.
Ein Name auf dem Briefkasten, ein Tisch, zwei Stühle, drei Pflanzen, fünfzig Post-its.
Die erste Rechnung, die erste Absage, die erste Zusage.
Ich habe in diesen Momenten gemerkt, wie sehr ich dich als Partner schätze:
Nicht nur als den, der Ideen hat, sondern als den, der Drahtesel flickt, wenn wir nachts noch ins Büro fahren.
Als den, der auch um halb zwei sagt: “Hör auf für heute, wir brauchen morgen ein frisches Auge.”
Und als den, der nie vergisst, zwischendurch die Musik anzumachen.
Yannick, du bist pragmatisch, humorvoll, geduldig.
Wenn ich mich in Details verliere, baust du eine Linie, an der ich mich orientieren kann.
Wenn ich zu schnell bin, bremst du freundlich.
Wenn ich zu langsam bin, schiebst du an.
Ich bin kreativ, empathisch, strukturiert – so steht es wohl auf irgendeiner Webseite – aber was wirklich stimmt:
Mit dir werde ich mutiger.
Es gibt diese kleinen, stillen Bilder, die unsere Jahre festhalten:
Velotouren an Sonntagen, bei denen du die besseren Snacks packst.
Aareschwimmen, bei dem ich immer etwas zu spät ins Wasser gehe, weil ich den Himmel noch einmal anschauen muss.
Konzerte in der Dampfzentrale, die uns so oft den Kopf freigespült haben.
Und Stadtspaziergänge mit Skizzenbuch, die aussehen, als würden wir nur bummeln – und dann plötzlich wird aus einem Schattenwurf ein Gedanke, aus einem Gedanken eine Skizze, aus einer Skizze ein Plan für später.
Und dann dieser eine Sommerabend mit Gewitter über Bern.
Wir suchten Schutz unter der Kornhausbrücke und teilten heisse Marroni.
Im Juli.
Die Hände schwarz, die Luft voller Regen, und ich habe in dem Moment gewusst:
Glück ist, wenn etwas nicht geplant war und trotzdem stimmt.
Zu unseren Familien:
Wir sind eine Patchworkfamilie, und ich liebe, wie reich sich das anfühlt.
Danke an unsere Geschwister – ihr seid die Menschen, die uns geerdet haben, lange bevor wir wussten, in welche Richtung wir wachsen wollen.
Danke an unsere Eltern, Bonuseltern, Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins – an alle, die uns Raum gegeben und Grenzen gesetzt haben, wenn es nötig war.
Was wir heute sind, hat Wurzeln in vielen Gärten.
Und ich bin dankbar, dass ihr alle da seid.
An unsere Freundinnen und Freunde:
Danke für geliehene Bohrmaschinen, geliehene Schultern, geliehene Zeit.
Danke, dass ihr uns begleitet, auch wenn Projekte, Deadlines und euer eigenes Leben manchmal wie drei volle Kalender übereinander liegen.
Ihr seid unser erweitertes Zuhause.
To our guests who travelled from abroad:
Thank you for making the journey to be here with us.
Your presence means the world to us.
We hope you feel at home at our tables, in our city, and in our slightly chaotic, very happy lives.
We’re so grateful you’re part of today.
Yannick,
heute verspreche ich dir nichts Perfektes.
Ich verspreche dir das, was wir am besten können:
Ehrliche Arbeit an dem, was wir sind.
Neugier für das, was kommt.
Und Humor für das, was schiefgeht.
Ich verspreche dir, dich nicht zu überreden, wenn du schon recht hast – und dir zuzuhören, auch wenn ich sehr überzeugt bin, dass meine Skizze schöner ist.
Ich verspreche dir, dich zu suchen, wenn wir uns verlaufen.
Und dich nicht loszulassen, wenn der Fluss mal kälter ist als gedacht.
Ich wünsche uns, dass wir weiterhin Räume schaffen – für uns, für andere, für Ideen.
Dass wir an stürmischen Tagen wissen, wo die Brücke ist.
Und an heissen Tagen wissen, wo das Wasser wartet.
Dass wir aneinander wachsen, ohne uns zu verbiegen.
Und dass wir uns immer wieder neu kennenlernen, auch wenn wir schon glauben, alles zu wissen.
Heute stehe ich hier als Braut, aber vor allem als deine Partnerin.
Ich bin stolz auf das, was wir bisher gebaut haben.
Und ich freue mich auf die Versionen von uns, die noch kommen:
die mit mehr Falten um die Augen, mehr Geschichten unter den Nägeln, mehr Mut in den Taschen.
Danke, dass ihr alle Teil davon seid.
Danke, dass ihr mit uns feiert.
Danke, Yannick, dass du mein Zuhause in dieser Welt bist.
Lasst uns die Gläser erheben –
auf die guten Pläne und die schönen Zufälle,
auf starke Fundamente und offene Fenster,
auf Wasser, das trägt, und Wege, die sich lohnen.
Auf Yannick und mich, auf uns alle, die heute hier zusammengehören.
Prost.