outputMit Hochzeitsreden per KI generiert
Liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Gäste
danke, dass ihr heute hier seid, um mit uns zu feiern.
Es fühlt sich gross an, euch alle an einem Tisch—oder vielen Tischen—versammelt zu sehen, mit Gesichtern aus unserer Kindheit, aus dem Studium, aus der Arbeit, aus allen Ecken der Schweiz.
Alle, die heute hier sind, haben ein Stück unseres Weges mitgetragen.
David, ich beginne mit dir.
Dass wir uns im Unichor der ETH kennengelernt haben, klingt fast zu ordentlich, um wahr zu sein: du im Bass, ich im Alt.
Und doch war es genau das: kein dramatischer Blitz, sondern eine Melodie, die uns beide ruhig gefunden hat.
Ich erinnere mich an die erste Probe, in der du beim Einsingen diese eine tiefe Note getroffen hast, die alle kurz aufschauen liess.
Ich habe nicht aufgeschaut, ich habe dich angehört.
Du hast danach meinen Schal aufgehoben, der vom Notenpult gerutscht war, und gesagt: “Der gehört doch zu dir.”
So hat alles angefangen—mit einer Aufmerksamkeit, die später nie verschwunden ist.
Unser erstes Date am Café an der Limmat war nervös und schön.
Es war einer dieser Tage, an denen die Sonne Zürich so klar macht, dass man meint, die Stadt sei neu gestrichen.
Wir haben zu lange über Croissants debattiert und zu schnell den zweiten Cappuccino bestellt.
Als ich gehen wollte, hast du gefragt, ob ich noch fünf Minuten habe, “weil fünf Minuten noch besser sind als null”.
Ich habe gelacht, und wir blieben eine Stunde.
Seither sind fünf Minuten mit dir selten kurz und fast immer die besten.
Vier Jahre später sind wir nach St. Gallen gezogen.
Eine Wohnung im dritten Stock, eine Küche, die eigentlich zu klein war für zwei Menschen, die am Wochenende gleichzeitig backen wollen, und trotzdem hat sie sich sofort wie Zuhause angefühlt.
Vielleicht, weil wir vom ersten Tag an unsere Routine hatten:
du, der die Espressobohnen röstet, als wären es kostbare Geheimnisse,
ich, die den Teig ansetzt und versucht, nicht jeden Arbeitsschritt mit Post-its zu strukturieren—was mir nur manchmal gelingt.
Unser Zuhause roch oft nach Kaffee und Zimt und ein bisschen nach Abenteuer.
Apropos Abenteuer: unsere Interrail-Reise.
Zwei Rucksäcke, ein paar Züge zu viel und genau die richtige Anzahl verpasster Anschlüsse, damit wir uns erinnern.
Einmal strandeten wir in Ljubljana, weil wir unsere Umsteigezeit überschätzt hatten.
Wir sassen mitten in der Nacht auf dem Boden eines kleinen Bahnhofs, du hast aus einer Packung Cracker und einer Aprikosenkonfitüre eine Art “Mitternachtssandwich” gebaut und ich habe versucht, diesen Moment ordentlich zu dokumentieren—mit einer Liste von “Dingen, die wir jetzt lernen”.
Nummer eins war: zusammen kommt man an, auch wenn man nicht weiss, wann genau.
Und dann der Seealpsee.
Sonnenaufgang, die Luft so still, dass sogar die Bergspitzen leiser wirkten.
Du hast nicht viel gesagt, du hast einfach meine Hand gehalten.
Als du mich gefragt hast, habe ich für einmal keine Checkliste im Kopf aufgezählt.
Ich habe nur geatmet und ja gesagt.
Das war der klarste Moment meines Lebens.
David, du bist aufmerksam—nicht nur im Sinne von “du merkst, wenn mir kalt ist”, sondern im tieferen Sinn.
Du bemerkst Zwischentöne in Gesprächen, schaust nach, ob jemand am Tisch noch stiller geworden ist, als es ihm lieb ist, und lässt dann Platz oder Nähe, je nachdem, was gerade gebraucht wird.
Du bist kreativ—du baust aus Holzresten Regale, die aussehen, als wären sie absichtlich so schlicht geworden, und du findest Lösungen, die in keinem Handbuch stehen.
Und du bist naturverbunden—du kennst im Alpstein die Wege, die nicht auf der Karte verzeichnet sind, und führst mich dorthin, wo die Aussicht nicht nur schön, sondern still macht.
Ich weiss, ich bin herzlich, strukturiert und—behaupte ich—humorvoll.
Herzlich heisst: ich will, dass es den Menschen um uns gut geht.
Strukturiert heisst: Ja, ich plane.
Manchmal zu viel.
Du hast mir beigebracht, dass Pläne gut sind, aber dass es okay ist, wenn man nach links abbiegt, obwohl rechts auf dem Zettel stand.
Und humorvoll heisst: Ich lache gern, vor allem mit dir, über uns, über kleine Missgeschicke, und manchmal auch über meinen Hang zu Excel-Tabellen für Wanderungen.
Eine Erinnerung, die ich nie vergessen werde, ist unser verregneter Campingtrip im Engadin.
Drei Tage Regen, ein Zelt, das eigentlich “wasserdicht” sein sollte, und ein Gaskocher, der nur funktionierte, wenn man ihm gut zuredete.
Wir haben Karten gespielt, Kakao gekocht und aus dem Rauschen des Regens ein beruhigendes Lied gemacht.
Wir haben Witze über die Wettervorhersage gerissen und am Ende beschlossen, dass Liebe sich genau so anhört: wie zwei Menschen, die im Zelt sitzen und das Beste aus einem nassen Wochenende machen.
Wir beide kommen aus verschiedenen Ecken, die sich sehr nach Zuhause anfühlen.
Ich aus Winterthur, du aus Appenzell.
Es gibt Momente, in denen ich spüre, wie diese zwei Welten sich in unserem Alltag begegnen:
Wenn wir am Sonntagmorgen über Käse diskutieren, oder wenn ich finde, dass 06:30 eine gewagte Abfahrtszeit ist und du sagst: “Die Berge schlafen nicht.”
Wir wohnen in St. Gallen und es passt.
Es passt, weil es unser gemeinsamer Mittelpunkt geworden ist.
Von hier aus starten unsere Proben, unsere Wanderungen, unsere Backorgien und Kaffeeröstversuche, bei denen die Küche weiterhin zu klein ist und unsere Herzen gross genug.
An unsere Eltern:
Danke, dass ihr uns hin- und wieder laufen lassen habt, auch wenn der Weg unklar war, und dass ihr da wart, wenn wir zurückkamen—mit einer Frage, mit einer Entscheidung, mit schmutzigen Wanderhosen.
Danke für euer Vertrauen.
Es hat uns Mut gemacht, unseren eigenen Takt zu finden.
An unsere Trauzeuginnen und Trauzeugen:
Ihr habt uns begleitet, erinnert, organisiert und im richtigen Moment einfach nur zugehört.
Ihr habt uns daran erinnert, zu essen, zu trinken, durchzuatmen—und uns mit eurer Freundschaft ein Fundament gegeben, das bleibt.
An euch alle, die heute hier seid, aus Winterthur, Appenzell, Zürich, Bern, Basel, Lausanne, aus der ganzen Schweiz:
Euer Dasein macht diesen Tag erst vollständig.
Danke für die Wege, die ihr auf euch genommen habt, für jede Umarmung, jeden Witz, jede Karte, jedes Lied, das wir gemeinsam gesungen haben.
Und du, David.
Neun Jahre sind lang genug, um zu wissen, wer da neben einem aufwacht.
Und kurz genug, um sich auf morgen zu freuen.
Mit dir möchte ich die Wiederholungen des Alltags so gut gestalten, dass sie nie mühsam werden:
Morgens der erste Kaffee, abends die letzte Frage, zwischendrin das echte Leben—mit Brot, das manchmal nicht aufgeht, mit Plänen, die sich verändern, und mit Wegen, die wir zusammen neu zeichnen.
Ich verspreche dir nicht, dass ich nie Listen schreibe—das wäre gelogen.
Aber ich verspreche dir, dass ich immer Raum lasse für deine Improvisation.
Ich verspreche, zu fragen, nicht zu raten.
Zu hören, nicht nur zu antworten.
Und ich verspreche, mit dir jeden Sonnenaufgang ernst zu nehmen, auch wenn wir ihn selten erwischen.
Ich glaube, eine Ehe ist nicht das Ende einer Suche, sondern der Start einer gemeinsamen Neugier.
Wir werden weiter lernen—übereinander und miteinander.
Wir werden singen, auch wenn wir mal nicht ganz im Takt sind, und wir werden uns gegenseitig die Einsätze geben, wenn es gerade schwierig ist.
Und wenn es stürmt, dann bauen wir das Zelt innen trockener, kochen Kakao und legen die Karten neu.
Lasst uns jetzt die Gläser erheben
auf den Mut, die eigenen Wege zu gehen,
auf die Geduld, einander wachsen zu lassen,
auf die Freude, im Kleinen das Grosse zu sehen,
und auf die Liebe, die nicht laut sein muss, um stark zu sein.
Auf uns, auf euch, auf diesen Abend.
Auf Jana und David. Prost!