outputMit Hochzeitsreden per KI generiert
Liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Menschen, die heute hier sind –
ich weiss gar nicht recht, wo ich anfangen soll.
Vielleicht einfach damit: Danke.
Dass ihr da seid, dass ihr mit uns feiert, dass ihr diesen Raum mit Wärme füllt.
Seraina, mein Herz – heute schaue ich dich an und sehe alles, was hinter uns liegt, und alles, was vor uns liegt.
Und ich sehe die Hände, die meine am Fels halten, wenn es ausgesetzt wird, und die mich im Alltag zurück auf den Boden bringen, wenn ich mal wieder in Details versinke.
Wir haben uns an der ETH kennengelernt, in einer Lerngruppe.
Du warst die, die Statistik nicht nur verstand, sondern mochte.
Ich war der mit den vielen offenen Tabs und der stillen Liebe zur Programmierung.
Zusammen haben wir irgendwann begriffen: Wir sind als Team besser.
Du hast mir beigebracht, warum ein Konfidenzintervall kein Gefühl ist.
Ich habe dir gezeigt, dass ein Semikolon an der richtigen Stelle Wunder bewirken kann.
Und irgendwo zwischen Wahrscheinlichkeit und Schleifen haben wir gemerkt, dass wir uns nicht mehr nur auf Prüfungen vorbereiten.
Unser erstes offizielles Date?
Sehr glamourös: die Uni-Mensa.
Tablett, Ravioli, Neonlicht – romantischer wird’s kaum.
Aber ich schwöre, ich habe damals schon verstanden, was wirklich zählt:
dein Lachen, das plötzlich durch den Lärm der Mensa alles andere leiser gemacht hat.
Und wie du beim Erzählen kurz die Stirn runzelst, wenn dir etwas wichtig ist.
Dann kam Stockholm.
Eine Stadt, in der die Tage lang sind und die Nächte leise.
Wir lernten, wie gut wir zusammen unterwegs sein können.
Wie man zu zweit eine fremde Küche in ein Zuhause verwandelt.
Wie man im Nieselregen Karten liest – und wie man zusammen über Umwege lacht, statt sich zu verlieren.
Zurück in Zürich sind wir nach Wipkingen gezogen.
Wir wurden Profis im Möbelhochtragen über enge Treppen und im Finden von Secondhand-Schätzen.
Du hast aus dem Balkon einen Dschungel gemacht, ich aus dem Abstellraum eine Werkstatt.
Und irgendwann stand da dieser alte Kastenwagen.
Wir haben ihn eigenhändig in ein kleines, fahrendes Daheim verwandelt.
Du mit deinem Blick fürs Grosse und Ganze – „Wie fühlt sich das an, hier zu leben?“
Ich mit der Wasserwaage, der Liste, den Kabelbindern.
Es gibt Schubladen in diesem Van, die schliessen schöner als manche Türen.
Und ja, ich habe die Schrauben sortiert.
Alle.
In kleine Döschen mit Etiketten.
Wir haben im Van Nächte verbracht, die nach Holzleim und Freiheit rochen.
Sind losgefahren, wenn uns die Stadt zu eng wurde.
Haben gelernt, wie sich Stille anfühlt.
Richtig tiefe Stille.
Wie in jener Nacht im Sardona-Gebiet.
Kein Wind, kein Auto, nur Sterne.
Wir lagen nebeneinander im Biwaksack und irgendwann hast du gesagt: „Hörst du das?“
Und ich: „Nichts.“
Genau.
Nichts.
Diese Art von Nichts, die alles bedeutet.
Dieses Nichts hat mir gezeigt, wie viel Platz entsteht, wenn man ihn miteinander teilt.
Du bist zielstrebig, naturverbunden, humorvoll.
Zielstrebig, wenn du morgens um sechs die Laufschuhe schnürst, obwohl draussen Graupel fällt.
Naturverbunden, wenn du auf einem Grat stehen bleibst, weil ein Steinbock auftaucht, und du sagst: „Wir sind die Gäste.“
Humorvoll, wenn du mir beim Kochen die Küchentimer auf absurde Zeiten stellst und mit Pokerface behauptest, Risotto brauche exakt 17 Minuten und 42 Sekunden.
Ich bin geduldig, sagt man.
Detailverliebt, zuweilen.
Und verlässlich – ich mag das Wort.
Es ist nicht laut, aber es hält.
Vielleicht bin ich deshalb so gerne derjenige, der am Fels als Letzter abbaut, der die Karabiner nachzählt, der schaut, dass der Rucksack für morgen wirklich bereit ist.
Nicht, weil ich misstraue.
Sondern weil ich dich liebe.
Wir beide, wir mögen Fels unter den Fingern und Erde unter den Schuhen.
Wir lieben es, wenn der Puls hochgeht – und die Aussicht noch höher.
Wir laufen, wir klettern, wir fotografieren.
Wir kochen vegetarisch und streiten uns manchmal darüber, ob Koriander göttlich oder nur grün ist.
Du lachst, wenn ich den Basilikum wie ein Bonsai hege.
Ich lache, wenn du die Chili „nur ein bisschen“ dosierst.
Und dann sitzen wir am Küchentisch, die Teller dampfen, draussen wird’s dunkel, und ich denke: So fühlt sich Zuhause an.
Ein grosser Moment war der Sonnenaufgang auf dem Piz Nair.
Eisig, früh, wunderschön.
Du hast dich in meine Jacke gekuschelt, und ich hatte Mühe, den Ring aus der viel zu kleinen Tasche zu kriegen – detailverliebt, ja, aber diese Tasche war ein Fehler.
Als die ersten warmen Strahlen den Grat trafen, habe ich dich gefragt.
Du hast gelacht, dann geweint, dann genickt, dann mich umarmt.
Und mir ist zum ersten Mal an diesem Morgen wirklich warm geworden.
Seraina aus Arosa, ich aus Zug, jetzt zusammen in Zürich.
Manchmal spüren wir, wie die Berge in unseren Stimmen wohnen und die Seen in unserer Ruhe.
Arosa hat dir die Liebe zum Draußen gegeben, mir hat Zug die Ruhe geschenkt, die man braucht, um zuzuhören.
Zürich ist unser gemeinsamer Takt geworden.
Heute ist ein Tag, an dem man Danke sagt.
Also: Danke an unsere Familien.
Ihr habt uns den Rücken gestärkt, uns ziehen lassen, wenn es Zeit war, und uns aufgefangen, wenn es nötig war.
Danke, dass ihr neugierig wart auf das, was uns wichtig ist – auf kalte Seen, warme Suppen, nasse Schuhe.
Danke an unsere Freundinnen und Freunde.
Ihr habt eure Wochenenden mit uns auf Hüttenböden verbracht, in Zügen, in Vans, am Fels.
Ihr habt uns gesagt, wenn wir uns verrannt haben, und ihr habt still genickt, wenn wir allein einen Schritt machen mussten.
Ohne euch wäre unser Weg derselbe gewesen – nur weniger hell.
Ein besonderes Merci an unsere Trauzeugen, Lea und Matteo.
Ihr seid die, die früh da sind und spät gehen, die mitdenken, mittragen und mitlachen.
Ohne euch wäre heute vieles nicht so glatt, nicht so schön, nicht so wir.
Und ein herzlicher Gruss an unsere Grosseltern, die heute via Livestream dabei sind.
Wir spüren euch.
Eure Geschichten sitzen mit am Tisch.
Eure Art, das Wesentliche zu sehen, erinnert uns daran, langsam zu trinken und aufmerksam zuzuhören.
Ich möchte noch etwas teilen, das uns beide bewegt:
Statt Blumen wünschen wir uns Spenden für Bergschutzprojekte.
Die Berge haben uns so vieles geschenkt – Weitblick, Demut, Knieprobleme –, und wir möchten ihnen etwas zurückgeben.
Wenn ihr also an uns denkt, denkt an Wege, die stabil bleiben, an Lebensräume, die nicht verschwinden, an Orte, an die man in 30 Jahren noch mit den Enkeln gehen kann.
Was wünsche ich uns für die nächsten zehn Jahre?
Mut, weiterhin jeden Montag wie einen kleinen Aufbruch zu betrachten.
Neugier, die uns am Mittwoch eine Abzweigung nehmen lässt, die wir noch nie gegangen sind.
Und die Gelassenheit, am Sonntag die Schuhe stehen zu lassen und einfach gemeinsam zu sitzen, zu reden, zu schweigen.
Seraina, ich verspreche dir nicht die perfekten Tage – die gibt es nicht.
Ich verspreche dir, dass ich jeden Tag hinschaue.
Dass ich dich frage: „Was brauchst du?“
Und dass ich auch antworte, wenn du mich fragst.
Ich verspreche dir, dass ich dich halte, wenn’s wackelt, und loslasse, wenn du springen willst – und notfalls unten stehe, mit offenen Armen und einem Tee in der Hand.
Ehe ist für mich kein Ziel, sondern ein Weg mit vielen kleinen Wegweisern:
ein Zettel am Kühlschrank, ein „Bist du gut angekommen?“, ein „Wollen wir umdrehen, wenn die Wolken tief hängen?“
Es sind die stillen Absprachen, die einen starken Boden machen.
Und es sind die gemeinsamen Blicke, wenn die Sonne durchbricht.
Zum Schluss – ich weiss, das Essen wird kalt – möchte ich euch alle bitten, für einen Moment mit uns zu feiern, nicht nur heute, sondern das, was uns verbunden hat, bevor dieser Tag begann:
Freundschaft, Vertrauen, das Gefühl, gesehen zu werden.
Lasst uns die Gläser erheben –
auf Seraina, die die Berge kennt und die Menschen wärmt.
Auf uns beide, die gelernt haben, dass Teamarbeit nicht bei Projekten endet.
Auf unsere Familien und Freundinnen und Freunde, die dieses Wir möglich gemacht haben.
Auf Liebe, die läuft, klettert, kocht, lacht – und jeden Tag neu beginnt.
Prost!